Seniorenwohnheim Höchst ausgeräumt

Tische konnten beim Basar günstig erworben werden.

Tische konnten beim Basar günstig erworben werden.

Basar in Höchst vor dem Abbruch des alten Heimes.

Höchst. (ajk) Wer findet noch Brauchbares im leer stehenden Seniorenwohnheim Höchst? Zum Basar kurz vor dem Abbruch des Gebäudes fanden sich Interessierte ein, die gegen einen Anerkennungsbeitrag mitnehmen konnten, was ihnen gefiel. Die Einnahmen kommen einem sozialen Zweck zugute.

Allerlei Brauchbares

Tische, Kästen und Lampen, Kühlschränke, Kochbücher, Regale, ein Piano, Kunststoffblumen – bei der Übersiedelung der Bewohner des Seniorenwohnheimes Höchst in das neue Pflegeheim Höchst-Fußach der Benevit blieb allerhand zurück. Die Höchster waren am Samstag eingeladen, nach Dingen zu suchen, für die sie Verwendung hatten.

Das Haus wurde vom massiven Schutzraum im Keller bis zum obersten Geschoß durchstöbert. Da fanden sich die Lampe, die in der Werkstätte daheim gute Dienste leisten soll, ebenso wie zahlreiche Stühle und Tische. Eine junge Besucherin entdeckte eine goldig glänzende Christbaumkugel und allerhand gestickte Bilder, Nachtgeschirr oder Toilettenbrillen wurden nachhause getragen, Geschirr und Besteck gab es zuhauf.

Reparaturcafé half

Einige der Wunschstücke waren noch fix montiert. Hier kamen Helfer aus dem neuen Repaircafé (Reparaturcafé) Rheindelta zum Einsatz und halfen bei der Demontage.

Anstelle des 1979 eröffneten Seniorenwohnheimes entsteht nach dem Abbruch des Objektes ein neues Sozialzentrum. Das bietet unter anderem Raum für betreute Wohnformen. Ebenso finden Krankenpflegeverein, MOHI und der Sozialsprengel Platz, es gibt Gemeinschaftsräume für die Mittagsverpflegung von Senioren und Schulkindern und weitere Angebote.

Umbau geprüft

Die Gemeinde hatte im Vorfeld genau überprüfen lassen, ob die vorgesehene Nutzung auch mit einem Umbau des in der Bausubstanz noch stabilen Objektes möglich wäre. Dieser Umbau hätte aber ähnlich viel gekostet wie ein Neubau, es wären aber zahlreiche Kompromisse erforderlich gewesen. Ein Wohnheim wie einst errichtet ist heute nicht mehr erforderlich. Mobile Hilfe, Pflegegeld und Tagesbetreuung daheim mit Unterstützung durch den Krankenpflegeverein haben diese Variante der Betreuung beinahe völlig abgelöst. Personen mit hohem Pflegebedarf sind in einem modernen Pflegeheim besser aufgehoben.

Zudem ist die körperliche Belastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort dank modernster Hilfsmittel deutlich geringer als in veralteten Strukturen.

Das neue Sozialzentrum wird von der Vogewosi errichtet, Wohnungen mit individuell angepasstem Betreuungsgrad können gemietet werden. Die Gemeinde meldet, dass es bereits Anfragen gab.

<p class="caption">Peter Groicher entdeckte eine Lampe für seine Werkstätte.</p>

Peter Groicher entdeckte eine Lampe für seine Werkstätte.

<p class="caption">Das 1979 eröffnete Seniorenwohnheim Höchst weicht einem neuen Sozialzentrum.</p>

Das 1979 eröffnete Seniorenwohnheim Höchst weicht einem neuen Sozialzentrum.

<p class="caption">Hilfe beim Abbau von Möbelstücken durch freiwillige Helfer.</p>

Hilfe beim Abbau von Möbelstücken durch freiwillige Helfer.

<p class="caption">Allerhand Dekoartikel und Krimskrams beim Basar.</p>

Allerhand Dekoartikel und Krimskrams beim Basar.

<p class="caption">Christoph Grabher-Meyer vom Repaircafé am Piano des Seniorenwohnheimes.  Fotos: AJK</p>

Christoph Grabher-Meyer vom Repaircafé am Piano des Seniorenwohnheimes. Fotos: AJK

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