Ein Ort für die Orientierung

Neben der Berufsorientierung soll in der PTS Montafon auch der Spaß nicht zu kurz kommen.  Fotos: VN/ral

Neben der Berufsorientierung soll in der PTS Montafon auch der Spaß nicht zu kurz kommen. Fotos: VN/ral

Die PTS Montafon bereitet Jugendliche gut auf das (Berufs-)Leben vor.

Bartholomäberg. (VN-ral) Unmittelbar nach den Semesterferien läuft für viele Schüler eine wichtige Entscheidungsphase an: Weiterführende Schule oder Lehre?, lautet für die einen die Frage. Für die etwas Älteren heißt es, den richtigen Beruf zu finden. Eine Zeit, in der es gerade an den Polytechnischen Schulen rundgeht – schließlich sind sie eine Art „Anlaufstelle“ in zweierlei Hinsicht.

Um den Mittelschülern die Entscheidung möglichst zu erleichtern, gibt es neben Informationsabenden und Schulbesuchen auch Lehrlingsmessen wie alljährlich auch am „Poly“ in Gantschier. Der dortige Direktor Wilfried Willi weiß, dass sich im Montafon rund die Hälfte der Schüler jährlich für eine Lehre entscheiden. „Die Zahl ist relativ konstant bzw. eher steigend; 2004 waren es noch 48 Prozent, im Moment sind es 52 Prozent, die eine Lehre machen.“

Das Wichtigste sei es für die Mittelschulabgänger, ihre Fühler in alle Richtungen auszustrecken. „Unser Tipp lautet, sich alles anzuschauen und überall hineinzuschnuppern, in Betriebe und Schulen. Dann ist es viel einfacher, sich zu entscheiden“, meint die 14-jährige Michelle Mangeng. Ihre Schulkollegen Dominic Loacker, Sonja Fritsch und David Mohr nicken einhellig.

Die vier haben diese Entscheidung schon hinter sich gebracht, nun liegt ihre Herausforderung in der Wahl zum Beruf; Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräche stehen an. Dieser Aufgabe können sie mittlerweile entspannter entgegenblicken. Einer von ihnen, Dominic Loacker, konnte bereits erste Erfahrungen bei einem Bewerbungsgespräch sammeln: „Es war sehr aufregend. Ich musste meine Stärken und Schwächen sowie meine Motivation für den Beruf beschreiben. Direkt nach der Mittelschule hätte ich mich nicht darüber hinausgesehen. Jetzt, durch meine Zeit im Poly, fühle ich mich aber gut vorbereitet.“

Auch Druck

Berufskundeorientierung, Seminare, Exkursionen, Einzelgespräche und natürlich das altbewährte „Schnuppern“ stehen dort auf dem Stundenplan. In mindestens vier ausgewählten Betrieben erhalten die Schüler an jeweils zwei Tagen einen Einblick ins Arbeitsleben. „Ich wusste zuerst nicht genau, welchen Beruf ich lernen möchte. Aber jetzt, nach den Schnuppertagen, weiß ich, dass ich Elektrotechnikerin werden möchte. Man lernt den Betrieb kennen und darf mitarbeiten“, erzählt Sonja Fritsch und ergänzt: „Das freut mich, weil zuvor hat es mich schon sehr beunruhigt, dass ich nicht wusste, was ich werden möchte.“

Ein Umstand, der vielen Jugendlichen in diesem Alter Druck macht. Daher sieht es Direktor Wilfried Willi mit seinem Team auch als Hauptziel an, die Schüler bei der Berufsfindung möglichst gut zu unterstützen und sie ferner auf das Leben vorzubereiten. „Unsere Pädagogen bringen dafür nicht nur sehr viel Erfahrung, sondern auch ein besonderes Feingefühl für Jugendliche mit. Außerdem gibt es heute wirklich sehr viele Angebote, die den jungen Leuten helfen, den richtigen Beruf zu finden. Das freut mich sehr.“

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