Schlussendlich gewinnen dann Kasperl und Seppel

Mitreißend inszenierte Stefan Libardi den „Räuber Hotzenplotz“ im Theater am Saumarkt. Fotos: vko

Mitreißend inszenierte Stefan Libardi den „Räuber Hotzenplotz“ im Theater am Saumarkt. Fotos: vko

Das „Theater im Ohrensessel“ ging auf Räuberjagd.

Feldkirch. (vko) Bis zum letzten Platz füllte „Der Räuber Hotzenplotz“ das Theater am Saumarkt vorigen Samstag – das kleinere Publikum stapelte sich hie und da in zweiter Lage auf den Eltern. Kasperl und Seppel fingen in Stefan Libardis Inszenierung mit zeitlosem Witz den Räuber und holten Großmutters Kaffeemühle zurück.

Solotheater mit Ensemble

Libardi gründete im Jahr 1991 das gefeierte „Theater im Ohrensessel“, das sich durch die Kombination von Schauspiel mit Puppen- und Objekttheater auszeichnet. „Es ist ein Solotheater, aber mit Ensemble“, erläuterte der in Wien lebende Dornbirner. „Ich kann die Figuren zum Leben erwecken, sodass sie zu Mitspielern werden.“

Seine Umsetzung der 55 Jahre alten Geschichte von Otfried Preußler basiert als einziges Stück in seinem Programm nicht auf einem Märchen. In ihm treten die liebevoll aus Pappmaché gestalteten Handpuppen in den Vordergrund. Libardi übernimmt keine handelnde Rolle, sondern fungiert als Erzähler. Die jungen Zuschauer im TaS unterstützten ihn in dieser Rolle mit ihren detaillierten Kenntnissen: Sie wussten von Kasperls Idee mit dem Sand in der Goldkiste, vom Räuberversteck sowie vom großen und bösen Zauberer Zwackelmann – besser bekannt als Wackelzahn. Oder Fackelspan? Oder wie war das gleich?

Positives Gefühl vermitteln

Dem Schauspieler und Waldorf-Pädagogen liegt am Herzen, was Kinder interessiert und berührt. Dies findet er in der Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse in alten Geschichten. Solche enden immer gut, womit Kindern ein positives Gefühl vermittelt werde. „Ich kann den Kindern etwas mitgeben, das Bedeutung hat“, betonte er. Auch diesmal wendete sich alles zum Guten, nicht zuletzt dank der Fee Amaryllis. Sie und ihre Kollegen erstrahlten in jugendlicher Frische, da das Ensemble vor der Ausstellung im Dornbirner Stadtmuseum Ende 2016 eine Renovierung erhalten hatte – oder vielmehr ein Lifting.

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