Aus dem polizeibericht.

Nächtlicher Brand in der Innenstadt

feldkirch. In der Nacht auf Freitag brach in einem Wohnhaus in Feldkirch ein Brand aus. Aus bislang unbekannter Ursache war im 3. Obergeschoß des Hauses in der Schmiedgasse ein Stapel zusammengefalteter Umzugskartons in Brand geraten. Die Kartons sind unmittelbar hinter der Stiegenbrüstung neben dem Eingang zur Wohnung aufbewahrt worden. Eine Frau, die den Brand bemerkte, weckte die ebenfalls im 3. OG wohnhaften Personen. Während ein Bewohner mittels Handfeuerlöscher versuchte das Feuer zu löschen, verließen die anderen das Gebäude. Der Mann konnte jedoch aufgrund der starken Rauchentwicklung nicht mehr atmen und brach schließlich auf dem Balkon zusammen. Die zwischenzeitlich eingetroffenen Polizeibeamten konnten ihn bergen und das Feuer mit einem Feuerlöscher löschen. Der Mann wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins LKH Feldkirch eingeliefert.

100 Feuerwehrleute im Einsatz

Bereits um 1.19 Uhr war bei der RFL Vorarlberg der Notruf eingegangen. Aufgrund des Meldebildes – brennendes Gebäudedach in der Innenstadt, im Objekt befindliche Personen – waren mehrere Feldkircher Feuerwehreinheiten, der Rettungsdienst und die Polizei alarmiert worden und auch die Sirene in der Innenstadt wurde ausgelöst. Schlussendlich waren die Freiwilligen Feuerwehren Feldkirch-Stadt, Tisis, Tosters, Nofels und Altenstadt mit 100 Mann und 15 Fahrzeugen vor Ort. Glücklicherweise konnte der Brand noch in der Entstehungsphase bewältigt und der Feuerwehreinsatz relativ rasch abgearbeitet werden. Alle Personen wurden aus dem verrauchten Gebäude gerettet und in Sicherheit gebracht.

Beschwerden über Sirenenlärm

Doch das sollte noch nicht das Ende der Geschichte sein: Der nächtliche Sirenenalarm führte zu Anfragen und sogar Beschwerden aus der Bevölkerung. Solche Reaktionen stoßen nicht nur bei den Ortsfeuerwehren, sondern auch beim Feuerwehrlandesverband und bei der Stadt Feldkirch auf Unverständnis. Andreas Weiß, Kommandant der Feuerwehr Feldkirch-Stadt, stellt in einer Aussendung klar: „Die dicht verbaute Innenstadt mit ihrer oft noch historischen Bausubstanz stellt die Feuerwehr im Einsatzfall vor entsprechende Herausforderungen wie weniger Fluchtmöglichkeiten, enge Zufahrten, durchgängige Dachgeschoße und mehr.“ Aus diesem Grund werde die Sirene bei Brandereignissen in der Innenstadt bei Alarmen der Stufe „f4/Großereignis“, allerdings nur zwischen 18 und 7 Uhr, zusätzlich ausgelöst, um Anwohner rechtzeitig zu warnen und zu wecken. In der Vergangenheit hat sich diese Maßnahme bereits als lebensrettend erwiesen. Weiß: „Solche Sirenenalarme kommen in Feldkirch durchschnittlich weniger als ein Mal pro Jahr vor. In den letzten zehn Jahren waren es sogar nur fünf solcher Alarme. Die Stadt Feldkirch und ihre Einsatzorganisationen sind sich ihrer hohen Verantwortung bewusst und stehen hinter gut ausgearbeiteten und bewährten Maßnahmen zur Schadensabwehr. Der Bürgermeister steht hundertprozentig hinter unserer Ansicht.“

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