Ore Ore: Je närrischer, desto besser

Prinz Ore XLI., Mark I. und Prinzessin Edda I. glänzten beim Ore-Ore-Kinderball 2017.  foto: ajk

Prinz Ore XLI., Mark I. und Prinzessin Edda I. glänzten beim Ore-Ore-Kinderball 2017. foto: ajk

Schulfrei am Faschingsdienstag und Gratis-Krapfen gibt es weiterhin.

BREGENZ. (Fst) Der Fasching steuert langsam, dafür aber unaufhaltbar seinem Höhepunkt entgegen – der Inthronisation des Prinzenpaars am Gumpigen Donnerstag. Diesem denkwürdigen Bregenzer-Ereignis wird sogar in Wien mit dem fast ebenso traditionellen Opernball jeweils am Gumpigen Donnerstag gehuldigt. Rechtzeitig vor diesem Höhepunkt trafen sich die Altprinzen zur Jahreshauptversammlung des „Ore Ore“-Vereins bei Altprinz Hans Fesenmayr im „Germania“. Einer der Tagesordnungspunkte dabei war auch die Schülerbefreiung am Faschingsdienstag.

Diese „Schülerbefreiung“ ist eine jener Besonderheiten der fünften Jahreszeit, die es ausschließlich in Bregenz gibt. Nicht einmal die närrischen Villacher, geschweige denn die geruhsamen Basler oder gar Rheinländer haben das bislang den noch närrischeren Bregenzern abgekupfert. Für den Ore Ore geht das ganz schön ins Geld. Denn an den rund 20 Schulen, deren Kinder vom Prinzenpaar befreit werden, werden 7500 Krapfen verteilt und diese kosten trotz Sonderpreis immerhin rund 4000 Euro, die aus der Ore-Ore-Kassa bezahlt werden müssen. Zur Freude der Kinder (und der Lehrer!) wird diese Tradition beibehalten, lautete der Beschluss der Altprinzen bei der JHV.

Gepflegte Traditionen

Auch andere Traditionen des Bregenzer Faschings werden laut Beschluss der Altprinzen weiterhin gepflegt: Etwa das traditionelle Bratenstehlen der Feuerwehr Bregenz-Stadt mit anschließendem gemeinsamen Verzehr desselbigen oder der Besuch der 16 Kindergärten in Bregenz mit über 1100 Kindern am „Bromigen Fritag“ und am „Rosenmontag“ durch das Prinzenpaar. Ihre Lieblichkeit, Prinzessin Edda I. wird auch heuer nach der Absetzung des Bürgermeisters den „Schnorrapfohlaufzug“ mit einer Rede würzen und die besten Gruppen werden nach dem Umzug am Faschingssonntag von einer auserwählten Jury mit Pokalen und WIGEM-Gutscheinen belohnt. Sonderpreise gibt es für die beste Musikgruppe und die originellste Kindergruppe.

Kehraus im Kornmesser

In alle Freude mischen sich auch ein paar Wermutstropfen: „Leider findet heuer kein Kirchsträßler Ball mehr statt, dafür aber ein Kehraus in Michls Kornmesser“, bedauert Ore-Ore-Obmann Mandy Strasser, „und leider sind immer weniger Lehrpersonen bereit, mit der Klasse oder der Schule beim Umzug mitzugehen und leider glänzen die drei Musikkapellen der Landeshauptstadt beim Faschingsumzug durch Abwesenheit“.

Über 30 Altprinzen, die „Delegierten“ vom Fanfarenzug, der Narrenpolizei, den Zere’s, den Prinzessinnen, Monika Meyer von der Prinzengarde und natürlich auch das Prinzenpaar mit deren Zere waren bei dieser Jahreshauptversammlung anwesend.

Diskutiert wurde auch über die bisherigen Veranstaltungen wie Altprinzenball, Kinderball, die Auftritte vom Prinz und die Prinzengarde. Der Fanfarenzug und die bange Frage, ob für den Umzug schon alles organisiert sei, ob alle Spiele für den Spielenachmittag am Faschingdienstag, dem „Fest der 1000 Krapfen“, bereit stehen, bot Diskussionsstoff.

<p class="caption">Zwei Bregenzer Gastro-Urgesteine: Ore-Ore-Obmann Mandy Strasser und sein Vize, Joe Pirker. In ihrer Mitte die einstige Prinzessin Burgl I. und bislang Einzige Burgl im Bregenzer Kinderfasching.  Foto: Fst </p><p class="caption" />

Zwei Bregenzer Gastro-Urgesteine: Ore-Ore-Obmann Mandy Strasser und sein Vize, Joe Pirker. In ihrer Mitte die einstige Prinzessin Burgl I. und bislang Einzige Burgl im Bregenzer Kinderfasching. Foto: Fst

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