Wenn die hohe Kletterwand ruft

Elise und Zoe sind schon echte Profis.

Elise und Zoe sind schon echte Profis.

Kletterevent für Nachwuchstalente in Bludenz begeisterte vor allem auch das Publikum.

Bludenz. (cm) Klar, in einer Halle sind keine Berge, das tut dem Spaß am Klettern allerdings keinen Abbruch, wie die Teilnehmer des Oberländercups 2017 am Gymnasium Bludenz eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Das Klettern in der Halle ist einfach erklärt: Jeder Weg führt ans Ziel, sprich hoch hinaus, hält jedoch gleichzeitig schwierige Übergänge und die Möglichkeit zum Scheitern bereit. Eine Tatsache, die gleichermaßen Zuseher und Sportler in Atem hält, so auch beim diesjährigen Oberländercup des Alpenvereins Bludenz. Rund 60 Kinder und Jugendliche aus ganz Vorarlberg kletterten in vier unterschiedlichen Kategorien in der großen Halle des Gymnasiums Bludenz, um die begehrten Stockerlplätze. Der Oberländercup 2017 begeisterte die Nachwuchskletterer ebenso wie das mitgereiste Publikum, und schon die allerkleinsten Teilnehmer bewiesen Mut, Ausdauer und Kraft. Mit festgezurrtem Gurt und begleitet vom klickenden Geräusch der Karabiner bezwangen die Kletterer im Alter von fünf bis vierzehn Jahren den steilen Weg nach oben.

Kraftakt

Nervös, aber auch mit ganz viel Selbstbewusstsein stellten sich auch Elise und Zoe der Herausforderung. Die achtjährigen Zwillinge klettern seit einem Jahr, bevorzugen allerdings den Felsen. „Im Felsen fühle ich mich viel wohler“, erklärt Zoe, und Elise findet, dass Klettern eigentlich gar nicht so schwierig ist: „Nur wenn die Route lange ist, wird es anstrengend. Da braucht man viel Kraft.“ Den richtigen Griff zu finden, macht den Geschwistern allerdings keine Mühe, nur für Außenstehende erscheinen die farbigen Plastikgriffe wie ein kompliziertes Puzzlespiel. Die Schwierigkeit der Züge ist den Kindern kaum anzumerken, mit so viel Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit bezwingen sie die Wand.

Der Freude am Tun gilt beim Oberländercup das Hauptaugenmerk. Die Organisatoren des Alpenvereins Bludenz rund um Jugendteamleiter Werner Jenny sorgten jedenfalls für tolle Rahmenbedingungen und einen reibungslosen Ablauf: „Bei diesen Bewerben geht es nicht um Leistungssport, sondern um die Freude am Klettern. Für einige Kinder ist es der erste Wettkampf, an dem sie teilnehmen, und sie freuen sich riesig über jeden kleinen Erfolg.“

Nach zwei Qualifikationsrunden und dem Finale standen dann auch mit Sophie Bickel (NF Bludenz) und Adrian Kathan (AV Dornbirn) bei den Minikids, Zoe Winkler (AV Bludenz) und Max Ben Romdhane (AV Bludenz) bei den Kindern, Amelie Mottl (AV Feldkirch) und Felix Witwer (AV Bludenz) bei den Schülern sowie Sophia Plangg (NF Bludenz) und Laurin Konzett (AV Bludenz) in der Jugendklasse die strahlenden Sieger der jeweiligen Kategorien fest. Ihr gemeinsames Fazit nach einem erlebnisreichen Wettkampf: „Jeder sollte das Klettern zumindest einmal im Leben ausprobieren. Klettern ist vom ersten Schritt bis zum Ende der Route unvergesslich grandios.“

Für manche Kinder ist der Oberländercup der erste Wettkampf, an dem sie teilnehmen. Jeder kleine Erfolg macht Spaß.

Werner Jenny, AV
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