Ein Mann für (fast) alle Bildungsfälle

Christian Pellini machte und macht sich stets für die Schwachen stark.  Foto: bra

Christian Pellini machte und macht sich stets für die Schwachen stark. Foto: bra

Christian Pellini verantwortet beim Vorarlberger ÖGB die Bildungsagenden.

Bludenz, Feldkirch. (bra) Christian Pellini leitet das Bildungsreferat des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Das hört sich jetzt nicht so wahnsinnig spannend an. Kommt einem jedoch der 43-jährige Eintausend-Volt-Mann mit sprudelndem Tatendrang, offenem Blick und festem Händedruck entgegen, merkt man, dass er für halbe Sachen nicht zu haben ist. „Ganz oder gar nicht“ lautet sein Credo. Und ganz heißt bei ihm mehr als hundert Prozent. Was treibt ihn derart an? „Ich bin von der Sinnhaftigkeit meiner Arbeit überzeugt. Wissen ist Macht, und Bildung macht stark.“

Das Beste geben

Draußen in den Betrieben berät Christian Pellini Beschäftigte bei arbeitsrechtlichen oder persönlichen Problemen oder erledigt ihren Steuerausgleich. In Schulen informiert er junge Menschen über Arbeitsverträge und erfolgreiche Vorstellungsgespräche. Er leitet außerdem die zweijährige Gewerkschaftsschule für Personalvertreter und Betriebsräte. Mit den Absolventen fährt er in einigen Tagen nach Georgien. „Ich möchte immer über den Tellerrand hinausschauen.“

Brauer und Zunftmeister

Er selbst absolvierte eine Lehre als Bierbrauer und Mälzer. Mit 19 wurde er zum Betriebsrat gewählt. Das heißt schon was. Wie ein roter Faden ziehen sich Verantwortungsgefühl und Hilfe für Menschen in Not durch sein Leben. Ungebrochen bis heute. Er engagierte sich auch immer ehrenamtlich – bei der Feuerwehr, bei den Pfadfindern, beim Roten Kreuz, als Zunftmeister bei der Bludenzer Fasnacht, bei entwicklungspolitischen Projekten in Sri Lanka und im Senegal. Auch dieses Jahr überbringt er Verbandsmaterial für Leprakranke in Afrika und Fußbälle für Waisenkinder in Sri Lanka. Vielen Menschen ist Pellini aber auch als Zunftmeister der Funkenzunft Bludenz bekannt. Seit acht Jahren trägt er die Verantwortung für den großen Faschingsumzug und weitere närrische Aktivitäten in der Alpenstadt. Dort gefällt ihm, dass man die Möglichkeit hat, Themen, die unterm Jahr unter den Nägeln brennen, nochmals aufzugreifen und „den Verursachern unter die Nase zu schmieren“.

Zwei Dinge müssen noch erwähnt werden: Unverkennbar macht ihn ein Piercing in der linken Wange, und entspannt wird beim wöchentlichen Fußball und mit der deutschen Rockband Rammstein: „Mein Herz brennt . . .“

Zur Person

Geboren: 1973

Tätigkeit: Landesbildungssekretär des ÖGB Vorarlberg

Familie: in einer Beziehung, eine Tochter (Anna)

Hobby: Motorradfahren

Motto: „If you can dream it, you can do it“.

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