Noch 25 Jahre „Heimatrecht“ für FCler

Das Klubheim von 1960, das v. a. für die ältere FC-Generation zur vertrauten Heimstätte geworden ist, bleibt bis 2040 erhalten.

Das Klubheim von 1960, das v. a. für die ältere FC-Generation zur vertrauten Heimstätte geworden ist, bleibt bis 2040 erhalten.

Lauteracher Gemeindevertretung besiegelte großzügige Lösung mit dem neuen Sportplatzbesitzer i+R Schertler.

Lauterach. (VN-stp) 70 Jahre nach der Gründung des FC Lauterach, damals noch Fußballsektion der Sportvereinigung Lauterach, die 1949 zum eigenständigen Fußballklub Lauterach wurde, hat die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung die letzten Weichen für die Zukunft der Fußballer gestellt.

i+R Schertler großzügig

„Wir sind froh, dass es dank des großzügigen Entgegenkommens der Firma i+R Schertler möglich wurde, die Neustrukturierung des traditionsreichen Lauteracher Fußballvereins ohne Zeitdruck abschließen zu können“, freut sich Bürgermeister Elmar Rhomberg über das vereinbarte Prozedere.

Die Verlegung der Sport- bzw. Fußballanlage wurde schon vor mehr als 20 Jahren in die Wege geleitet, „weil es am seit 70 Jahren bestehenden Standort an der Dammstraße keine Möglichkeiten zur Ausweitung gab und der Spiel- und Trainingsbetrieb längst an Grenzen gestoßen war“, so Rhomberg zum Konzept, das die Verlegung des Stadions ins Gelände an der Rheintalautobahn zwischen Industriegebiet und Ried vorsieht.

Nur Kampfmannschaft

„Dieser Prozess läuft seit vielen Jahren, im alten Stadion trägt nur noch das ,Eins‘ seine Heimspiele aus, alle anderen Mannschaften trainieren und spielen im Ried, wo wir vor einigen Jahren zusätzliche Grundstücke erwerben konnten, um im Endausbau vier Spielfelder anbieten zu können“, erläutert Rhomberg im Gespräch mit der VN-Heimat den Stand der Dinge. Die neue Sportanlage wird schon seit vielen Jahren intensiv genützt – „so intensiv, dass wir vor sechs Jahren bereits eine Sanierung des in die Jahre gekommenen Kunstrasenplatzes vornehmen mussten und gleichzeitig mit Investitionen von mehr als 300.000 Euro die Weichen für die künftige Entwicklung der Sport- und Freizeitanlage gestellt haben. Dazu zählt auch die Infrastruktur – etwa die Neugestaltung des Kinderspielplatzes.“

Nicht nur Sportanlage

Der umfangreiche Grundstücksdeal, der von der Gemeindevertretung in der Budgetsitzung abgesegnet wurde, bezieht sich nicht nur auf die Sport­anlage, er eröffnet zudem der Gemeinde eine einzigartige Entwicklungschance, denn „wir haben dabei von Schertler die restliche Fläche im Zentrum erwerben können und im Gegenzug die Sportanlage an der Dammstraße an Schertler verkauft. Jetzt ist eine Gesamtfläche von rund eineinhalb Hektar im Zentrum im Gemeindebesitz – rechnet man das gegenüberliegende Vereinshausareal hinzu, dann sind es rund 16.000 Quadratmeter, womit der Gemeinde auf Jahrzehnte hinaus alle Entwicklungs- und Erweiterungsmöglichkeiten – beim Rathaus, Sozialzentrum, Kindergarten usw. – gesichert sind.“

Es besteht keine Eile

Im Gegenzug wird Schertler Eigentümer der Sportanlage, die er aber frühestens in einigen Jahren nutzen wird, denn bis dahin verpachtet das Unternehmen die Anlage der Gemeinde, die sie weiterhin für Spiele der Kampfmannschaft des FC bereitstellen kann. Für die Übersiedlung in die Sportanlage Ried – sie wird künftig ebenfalls den Namen „Sportanlage Bruno Pezzey“ tragen – besteht kein Grund zur Eile. Schertler ist zudem bereit, den südlichen Anrainern Teilflächen der Sportanlage abzutreten, sollten diese das wünschen. Andernfalls übernimmt Schertler die gesamte Fläche von der Gemeinde.

Klubheim besteht weiter

„Für viele eingefleischte FCler ist das 1960 eröffnete Klubheim, das in den mehr als 50 Jahren in mehreren Etappen ausgebaut und erweitert wurde, so etwas wie die zweite Heimat geworden, wo man sich nach Heimspielen traf, um das Match ausgiebig nachzubesprechen. Für diese Klubmitglieder ist es ein schon ein Problem, wenn es diese ihnen vertraute Heimstätte bald nicht mehr geben sollte“, gibt Rhomberg zu bedenken. Doch auch dafür fand der neue Besitzer eine großzügige Lösung, mit der den „alten FClern“ eine Sorge abgenommen wird: „Bis 2040, also noch fast 25 Jahre, soll das Klubheim weiterbestehen und vom Verein genutzt werden, hat Schertler ein Herz für den Verein und dessen alte Generation. Ich denke, dass sich bis dann die Vereinsmitglieder an ihre neue Heimstätte gewöhnt haben und das alte Klubheim seine Schuldigkeit getan hat“, freut sich Rhomberg über diese Lösung.

<p class="caption">Seit mehr als 20 Jahren wird die neue Sportanlage Schritt für Schritt zur neuen Arena entwickelt.  FOTOS: STRAUSS</p><p class="caption" />

Seit mehr als 20 Jahren wird die neue Sportanlage Schritt für Schritt zur neuen Arena entwickelt. FOTOS: STRAUSS

<p class="caption">Auf der „Sportanlage Bruno Pezzey“ finden noch einige Jahre die Heimspiele des FC Lauterach statt, dann wandern auch diese ins Ried.</p><p class="caption" />

Auf der „Sportanlage Bruno Pezzey“ finden noch einige Jahre die Heimspiele des FC Lauterach statt, dann wandern auch diese ins Ried.

<p class="caption">Zur Infrastruktur der neuen Anlage zählt auch der vor einigen Jahren ausgebaute Kinderspielplatz.</p><p class="caption" />

Zur Infrastruktur der neuen Anlage zählt auch der vor einigen Jahren ausgebaute Kinderspielplatz.

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